Monatsarchiv für März 2009

Krise: Entwertung und Erneuerung

Sonntag, den 22. März 2009

Einer der Wege der Krisenlösung, der im kapitalistischen Reproduktionsprozess selbst hervorgebracht wird, ist die mit der Entwertung von relativ überschüssigem Kapital verbundene Erneuerung des Produktionsapparates. Folgt man Marx, ist der Erneuerungszyklus des konstanten fixen Kapitals ein mit dem Krisenzyklus eng verbundener Prozess. (z.B. in MEW 26.2 S.496f.)
Dies ist auch in dieser Krise der Fall – [...]

Exekutive hebelt Parlament aus

Freitag, den 20. März 2009

In der Frankfurter Rundschau von heute findet sich folgende interessante Bewertung der parktischen Konjunkturpolitik. Hannes Koch schreibt in einem Beitrag unter dem Titel “Ohnmächtige Kontrolleure” zur Arbeit des “Gremiums zum Finanzmarktstabilisierungsfonds”, das eigentlich die Soffin überwachen soll:
“Das Haushaltsrecht … ist eines der wichtigsten Kontrollinstrumente des Parlamentes gegenüber der Regierung. Im Falle der Bankenrettung ist dieses [...]

Morgen in der Philharmonie: Händel meets Brubeck

Sonntag, den 15. März 2009

Mortgen ist es nun soweit - Chöre und Orchester des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums werden gemeinsam mit Gästen (darunter ehemalige SchülerInnen) die Jazz-Messe “To Hope” von Dave Brubeck, Teile aus dem Messias (3. Teil) und die Feuerwerksmusik von Händel zur Aufführung bringen. Heute war die letzte Probe, morgen gibt es die Generalprobe in der Philharmonie und dann das [...]

Die (ganz) große Privatisierung

Sonntag, den 15. März 2009

Privatisierung war gestern? Nein – gerade erleben wir die tatsächlich große Privatisierung.
Die Groteske um die Zukunft von Opel lässt fast vergessen, wie sehr sich staatliche Intervention zu einer neuen Welle der Privatisierung entfaltet. Man könnte sagen, dass die Verstaatlichung zu einem wesentlichen Hebel einer Privatisierung neuen Typs geworden ist. Die schwarzen Zahlen, die Banken schreiben, [...]

Ringen mit Sprache - noch einmal zu der Ursachenfrage

Dienstag, den 3. März 2009

Wirtschaftskrisen als Gegenstand der Analyse sind mit einem spezifischen Problem behaftet: Sie entziehen sich einer genauen und auf der Ebene des Alltagsverstandes griffigen Ursachenbestimmung. Sehr verkürzt wird gesagt: Krisenursache ist die Überakkumulation. Nun findet aber Überakkumulation im Kapitalismus ständig statt. Man kann dann sagen – die Konkurrenz als Bewegungsform des kapitalistischen Wirtschaftens, die die Überakkumulation [...]

Welche Auswege aus der Wirtschaftskrise?

Dienstag, den 3. März 2009

Grundsätzlich sind angesichts der realen Kräfteverhältnisse vier idealtypische Wege der Überwindung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise denkbar und aus historischer Sicht als möglich anzusehen. Bei der Bestimmung der Szenarien gehe ich davon aus, dass eine systemstabilisierende Form der Krisenüberwindung grundsätzlich politischer Natur ist – sie ist nicht aus der Ökonomie heraus spontan möglich. Insofern setzen die ersten [...]